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9. bis 14. Januar 2018, Zusammenfassung – Globetrottel’s Blog – in Elea

Dienstag:

Die Möbel sind mittlerweile schnell
rausgeräumt und aufgestellt.
Morgens stehen diese vor der Womoschnauze,
da kommt die Morgensonne zuerst hin
und da ist auch der Schutz
vor der Brise aus dem Norden.

Am späten Vormittag schnappen
wir unsere Wertstoffe,
um diese artgerecht zu deponieren.
Nein, nicht was ihr jetzt denkt.
Ca. anderthalb Kilometer entfernt
steht eine ganze Gruppe
von großen Wertstoffbehältern.

Auf dem Weg dorthin
beäugen wir unsere Nachbarkolonie.
Dort waren wohl alle ausgeflogen,
ein Gespräch konnten wir
niemanden aufzwingen.
So waren wir rechtzeitig
vor dem Mittag wieder am Womo.

Sonst gibt es nichts zu berichten.
Wegen kleiner Blessuren gibt es
heute keinen Arbeitseinsatz.

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Die Nacht auf den Mittwoch
war erträglich warm.
Der Platz an der Sonne
zum frühstücken etwas getrübt,
aber angenehm.

Heute kam uns der Gedanke,
dass wir dieses Jahr noch nicht
Geocaching betrieben haben,
noch keinen einzigen „Schatz“
gehoben haben.
Bis wir dann soweit parat waren
(Daten und Versteck aus
dem Internet runterladen),
war es angebracht,
zuerst Mittag abzuhalten,
für ein Picknick waren wir
nicht in Stimmung
(niemand wollte die Essenssachen schleppen).

Strandnahe machten wir uns
in südlicher Richtung auf.

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Von da ganz weit hinter sind wir hergekommen

Nach gut zwei Kilometer wanderten wir
etwas von der Küste fort und fanden
den Schatz nach nur kurzer Suche.

Für den Rückweg wählten wir
die Piste durch die Baum- & Buschgruppen,
weil es dort schön im Windschatten
durch die Büsche ging.

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Eine Blume macht noch keinen Sommer ?

Hier hatte sich eine ganze Kolonie
von Irissen bereit gemacht.

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Weil der „Dschungelpfad“ sich
so durch die Pampa schlängelte,
brauchten wir dann auch ein wenig
länger für den Rückweg und kamen erst
zum späten Kaffee wieder am Womo an.

Mit Entsetzten stellten wir fest,
dass der Vorrat an Weihnachtscerealien
fast aufgebraucht ist.
Jetzt müssen wir fünfzig Wochen
auf Nachschub warten.
(Aber da war doch eine Angebot von Jenny,
wenn ihr im Sommer kommt,
dann backen wir gemeinsam …)

Abends gibt es dann
keinen Sonnenuntergang, ähm?
Nätürlich gab es einen Sonnenuntergang,
nur keinen zum knipsen.
Die Sonne war nur einfach
von einem Moment auf den anderen
einfach weg

In der Nacht zu Donnerstag
gab es ein Gewitter,
weit weg.
Wir sahen es nur am Himmel
über dem Meer blitzen,
bei uns regnete es dann.

Heute morgen war es dann draußen nass
und uns ohne Sonne es zu kühl
zum draußen sitzen und zu frühstücken.
Unseren entstaubten Möbel hätte
ein reinigender Regenguß bestimmt gut getan.
Wir aber sind zu faul, diese in den
hin und wieder tröpfelnden Wind zu stellen.

Die geplante Einkaufsfahrt,
um Cerealien, Grünzeug und Vitamine zu kaufen,
verschieben wir auf morgen.

Und Abends gab es wieder
einen richtigen Sonnenuntergang,
so gelborange,
soo richtig toll.

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Wechselhaft bedeckt war es am Freitag,
waren schon die Möbel am aufstellen
(in Gedanken),
wie ein trüber Wind uns die Idee
wieder fortpustete.
Damit hat sich auch unser Gedanke erübrigt,
mit dem Zweirad zum Einkaufen zu fahren.

In dem (deutschen) Supermarkt trafen wir
wieder auf Landsmänner,
ein Päärchen vom Niederrhein
und lustige Münchner aus dem Herzen von Bayern,
so ihre Auskunft.

Kaum waren wir auf „unserem“ Stellplatz zurück,
fing es an etwas zu tröpfeln.
Das Wetter hielt dann für den Rest des Tages so an.

Einen Sonnenuntergang 😉 gab es deshalb nicht,
aber im Dunkeln konnten wir bis spät
in der Nacht die Blitze über dem Meer sehen,
donnern hörten wir es nicht.

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Samstag, kühler, trostloser
und bedeckter Tag.

Unsere französiche Nachbarin spricht uns,
ob wir ihr helfen könnten,
wie sie die griechische Wasserversorgung
in Gange bekomme.
Wenn es nichts Schlimmeres ist,
was in Arbeit ausartet,
helfen wir doch gerne.

Um nicht einzurosten, unternehmen wir
einen kleinen Spaziergang.
Gibt es hier vielleicht versteckt
einen noch schöneren Stellplatz?
Wir finden einen gepflegten Olivenbaumgarten,
da trauen wir uns aber nicht reinzufahren,
schaut fast so aus wie englicher Rasen.

Am Abend gibt es dann
wegen dem fehlenden Sonneruntergang
eine Sonderration Schokolade.

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Nach einer kalten Nacht,
ein herrlicher Sonntagmorgen,
ein Wetter wie für ein
Geburtstagskind bestellt.
Geburtstag ?  😦

Da war doch was ⁉  😎
              💡
Herzliche Glückwünsche
nach Portugal
an den Sven
im blauen Kasten ❕ 🎁
Für die nächsten
hundert Jahre
Alles Gute !!  🎂

Unsere Möbel sind schnell
vor dem Womo aufgestellt,
draußen ist es schon merklich
wärmer wie im Womo!
Da die Schnauze nach Osten
ausgerichtet ist, bekommen wir
erst später am Vormittag
die volle Sonne ab.

Wir genießen den herrlichen
wolkenfreien Tag,
chillen.
Abhängen, das ist unser
heutiges Motto.

Unsere neuen Nachbarn
hängen die Wäsche auf,
genau wie Dagmar
am letzten Sonntag.
Wen soll das hier auch groß stören?

Zum Mittagessen verirrt sich
unser staatlich geeichter Ikea-Wecker
mit dem eingebauten Thermometer ins Freie,
der zeigt uns dann stolze 38°C an,
klar in der Sonne,
im Schatten ist es kühler.

Am Abend gibt es wieder
einen Bilderbuchsonnenuntergang,
auch unser Nachbarn sind damit zufrieden.

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Ich bin hier: N 37° 21.966′ E 021° 41.292′
Ü-Platz: Elea, Dünenpineta

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4. bis 8. Januar 2018, Zusammenfassung – Globetrottel’s Blog – in Elea



Wetter: wechselhaft

Programm des Tages: faule Tage im Paradies

Da in den nächsten Tagen
nicht viel Interssantes passieren wird,
diesmal nur eine kleine Zusamenfassung.

In der Nacht auf Donnerstag erwischte uns
wieder Gewitter mit etwas Regen.
Tagsüber blieb es trocken,
hatten aber einen starken Wind aus Nordwest.
Unser Windschutz aus der Bauminsel
hat sich bewährt.

Die Deutschen aus dem Lidl
sind unsere Nachbarn,
sie stehen etwa 200 m entfernt
in einer größeren Lichtung
als Gemeintschaft vereint.

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Freitag ist es sehr bedeckt,
trocken, aber windstill.
Zu unserer anderen Seite
hat sich auch ca. 200 m entfernt
ein weiteres Womo
im Windschatten verkrümelt,
so dass wir es nicht sehen konnten.

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Samstag, es ist sehr sonnig
und windstill.
Das nutzen wir gleich aus,
um die Campingmöbel zu lüften.
Die waren schon ganz eingestaubt.
Klar, dass wir dann uns auch gleich
darauf in die warme Sonne sitzen,
nur um nicht auch Staub anzusetzen.

Am späten Nachmittag verlor
die Sonne rasch  ihre wärmende Kraft
und wir verzogen uns
in das gut durchlüftete Womo.
Heute war mal wieder Brotbacken angesagt,
da bleibt es schön kuschelig im Womo.

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SONNtag,  das Brotbacken gestern Abend
hat das Womo unnötigerweise aufgeheizt,
das Themoteter verriet uns,
dass es draußen um 20:00 Uhr
noch 20°C waren,
dazu eine hohe Luftfeutigkeit.
Das haben wir nicht mitbekommen,
durch die weit geöffneten Fenster
zog die feuchte Luft ins Innere.
Am Morgen war dann auch
alles klätschnaß (draußen!),
wie nach einem Regen.

Das sonnige Wetter wollte dann
Dagmar auch gleich nutzen,
um Wäsche zu waschen,
trotz SONNtag.
Was erledigt ist,
ist erledigt.

Die staubigen Möbel stellten wir
auch in die Sonne und hofften
auf keinen Sonnenbrand.
Die Sonne brannte sogar
noch intensiver wie gestern,
aber ein winziger Hauch
brachte auch kühle Luft.

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Montag, es ist bewölkt.
Wenn die Sonne durch die Wolken kommt,
ist es sogar etwas wärmer wie gestern,
die leichte Brise angenehm.
Jetzt hatten wir den dritten langen Tag
die Campingmöbel zum Lüften vor  der Tür,
das ist der dritte Tag hintereinander im Januar,
das ist dann unser Überwinterungsrekord!

Den Tag vertun wir,
um Kleinigkeiten zu erledigen,
das schöne Wetter halt ausnutzen.
In einem Womo, wo man/frau
dauerhaft drin wohnt,
gibt es immer was zu erledigen,
so sind wir dann ganz erstaunt,
dass es schon sooo spät
und die Sonne mal wieder
zu ihrem Untergang bereit ist.

Später, beim Duschen,
erspäht man tätsachlich,
wie vermutet,
einen roten Sonnenuntergang.
Heute fällt die Knipserei aus.
Aber keine Sorge,
das war der Gleiche wie gestern.

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Ich bin hier: N 37° 21.966′ E 021° 41.292′
Ü-Platz: Elea, Dünenpineta

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3. Januar 2018, Mittwoch – Globetrottel’s Blog – in Elea

Wetter: bewölkt

Programm des Tages: einkaufen

Nach einer recht warmen Nacht
ist am Morgen der Spuk
von gestern Abend wieder vorbei.
Wenn die Regenspfützen es nicht
bezeugen würden, wäre es
vielleicht nur ein Traum gewesen.

Trotzdem möchten wir hier
ein paar Tage verweilen.

Nach dem Frühstück erkunden wir
bessere Stellplätze.
Wenn wir draußen in der Sonne,
sitzen wollen, brauchen wir
ein windgeschütztes Plätzchen.
Nur ein paar Meter weiter
finden wir dieses.

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Der Mond ist aufgegangen 😳

Trotzdem schauen wir uns
auf dem Weg zur Hauptstraße weiter um.
Ein besseres sichten wir
im Moment aber nicht,
in vielen der kuscheligen Kuhlen
steht das Regenwasser.

Ein paar Orte weiter
findet sich ein Lidl Markt.
Dort sind wir nicht die einzigsten
Deutschen, die dort einkaufen.
Der einfachheithalber verzehren wir
dort gleich unser Mittagessen.

Ein paar hundert Meter weiter
befindet sich ein Carrefour Supermarkt,
den wir anschließend besuchen.
Ein kurzer Besuch,
er ist nicht wesentlich größer
wie der Lidl,
nur das Preisnevau etwas angehobener.
Angebote, die uns angesprochen hätten,
sehen wir nicht.

So sind wir rechtzeitig zum Kaffee
wieder am alten Stellplatz,
nur windgeschützt
hinter einer Baumgruppe.

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Sonnenunt 😐

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Ü-Platz: Elea, Dünenpineta

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2. Januar 2018, Dienstag – Globetrottel’s Blog – nach Elea

Wetter: bedeckt

Programm des Tages: Weiterfahrt

Ja, wir möchten weiter.
Es ist zwar schön hier
an der einsamen sandigen Bucht.
Hier hatten wir weniger Besuch
wie auf dem Parkplatz
bei dem Nationalpark.
Dabei ist nur ein paar hundert Meter
weiter ein größeres Dorf.

Dies haben wir
am Silvestervormittag besucht.

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Am Strand entlang nach Osten

Zuerst sind wir gegen Osten am Strand entlang
und nahmen dann einen Strandweg ins Dorf.

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Überall diese Boote ! 😄

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Was knipst denn da Dagmar schon wieder ? 😆

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Aha, Free Camping ? 😕

Total verschlafen und die spielenden Kinder
nahmen keine Notiz von uns.
Anders wie die Hunde hinter den Zäunen,
sie bellten den Nachbarhunden wohl zu,
da kommen die Globetrottel,
bellt die mal kräftig aus!

Abends gab es dann auch
mal wieder einen Sonnenuntergang.

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Kl. Sonnenuntergang 😎

Wie ihr bestimmt schon häufig bemerkt habt,
haben wir euch des öfteren etwas voraus!
Heute sind es sogar gleich zwei Dinge!!

Unser Jahr endet eine Stunde vor eurem!!!
Dementsprechend begann das neue
auch eine Stunde vor eurem!!!!

Um Mitternacht stellten wir uns
vor unserem einsam geparkten Womo
und schauten in die Runde.
Weit entfernt in den Dörfern in den Bergen
ging die eine oder andere Rakete in den Himmel.
In dem Hafendorf schräg gegenüber der Bucht
schlängelten sich an die zwanzig Raketen
lustlos in den Himmel.
Geknalle, Geknattere oder laute Böller
hörten wir nicht.
Da war  vor zwei Jahren am
einsamen Strand in Italien
mehr Show.

Gestern sind wir bei fast
klaren blauen Himmel gen Westen gelaufen
bis uns ein halbwegs trockener Bach
den weiteren Weg erschwerte.

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Feiner Sandstrand gen Westen 😎

Da es am Strad entlang
extrem weichdsandig war,
wählten wir für den Rückweg
den Pfad durch die Dünen.

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Durch die Dünen zurück 👍

Nachmittags sind ein paar
Autos vorbei gefahren,
sonst ist nichts mehr passiert.

Heute am Dienstagmorgen ist es bedeckt,
also das richtige Fahrwetter.

Zunächst geht es zu der
übernächsten Strandzufahrt,
der südlichen (Free Camping),
um dort unseren
Wasservorrat zu ergänzen.

Auf dem Weg zur Europastaße
kreuzt eine Mülltonne unseren Weg,
die unsere nicht mehr verwendbaren
Vorräte (Abfall) aufnimmt.

Auf der Europastaße,
eine kleine Bergstraße,
werden wir von jedem überholt,
auch wenn dieser ein paar
hundert Meter später
in seine Hofeinfahrt fährt.

Da heute Morgen nicht alles so fluppt,
ist es etwas später geworden wie angedacht,
so dass wir unser (Einkaufs)Ziel
nicht mehr vor dem
Mittag erreichen können.
So beschließen wir,
einen ***-Stellplatztipp
zum Essen anzufahren.

Dort gefällt es uns auf Anhieb so gut,
dass wir das Einkaufen
auf morgen verschieben
und hier über Nacht
stehen bleiben möchten,
um zu testen, ob sich der Platz
für mehrere Tage eignet.

Spät am Abend rüttelt der Wind
etwas herzhaft am Womo,
ein paar regenschauer
spülen den Staub wieder ab.

Ich bin hier: N 37° 21.966′ E 021° 41.292′
Ü-Platz: Elea, Dünenpineta

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Erster im Ersten 2018, Montag – Globetrottel’s Blog – in Neohori

Wetter: Sonne

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Prost Neujahr ! 🎆

                                                         Allen Lesern,
                                                         den „Verfolgern“,
                                                         unseren Freunden
                                                         und der Familie
                                                         ein frohes Neues Jahr!
                                                         Eure Globetrottel
                                                         Dagmar & Jürgen

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Silvester 2017

                                                           Resümee

Unser Jahr begann unspektakulär und recht ruhig.

Kurz nach Mitternacht sind wir zu Freunden herübergelaufen, die zufälligerweise auf dem gleichen Campingplatz
in Marokko an der Atlantiküste den Jahreswechsel verbrachten wie wir.

Eines der ersten Lieder, die wir im neuen Jahr hörten, war ein Song von den Toten Hosen.
Der Refrain: „Es gibt ein Leben vor dem Tod“ sollte unser diesjähriges Motto werden.

                                                            Paßt doch?

Das erstes große Ziel im neuen Jahr war der Süden von Marokko (West Sahara), welches wir bis dato ausgespart hatten. Dazu schrubbten wir ein paar hundert Kilometer, fast immer in der Sichtweite vom Atlantik. Kühl war es meist und oft auch windig.
Der Wind hat uns letztendlich davon abgehalten, den Weg nicht bis zur mauretanischen Grenze zu fahren. Hunderte Kilometer nur Sand und Wind?
Stattdessen unternahmen wir einige Ausflüge in die Wüste, meist in die Steinige, aber auch die „richtige“ nahmen wir unter die Räder. Trotz dass wir einen relativ schweren Anhänger am Haken haben, bewältigten wir auch schwierige Abschnitte gut. Mit jeder Querung von Sandpassagen wurden wir sicherer und besser, so dass wir dann meist auf
das mühsame Sandschippen verzichten konnten.

Wir haben uns immer gefragt, warum so viele Saharafahrer und natürlich auch die, die andere Wüsten durchquerten, so fasziniert von diesen erzählt und berichtet haben,  jetzt  können wir dieses nachvollziehen!

Eines unsere schönsten und überhaupt faszinierendsten Momente unserer aller Reisen war der Morgen in der Wüste, wo wir am Vortag die Reise abbrechen mußten, weil der Weg über Kilometer mit feinstem Wüstenstaub, auch noch bergaufwärts, unpassierbar war.
Morgens beim Frühstück zog dann eine riesige Herde von Dromedaren an uns fast lautlos vorbei. Wenn nicht hin und wieder eines der neugeborenen „Kälbchen“ nach seiner Mama geblökt hätte, wäre es fast wie im Stummfilm gewesen. Die großen Dromedare schauten links und rechts mit ihren großen samtigen Augen zu uns in Innere des Womos. Wir wußten gar nicht, aus welchem Fenster wir zuerst raussehen sollten. Erst als die riesige Herde (300 bis 400?) fast schon vorbei gezogen war, fiel uns ein, die Kamera zu zücken.

Das Frühjahr wollten wir im Atlasgebirge (Marokko) verbringen, aber es war in diesem Frühling kühl und sehr regnerisch, das wir uns nicht soo wohlgefühlt haben, weil es uns nach den warmen und sonnigen Wüstenausflügen einfach zu kalt war.

Als nächstes großes touristisches Ziel für uns war dann Marrakesch fest eingeplant. Hier waren wir bei der ersten Tour durch Marokko, aber die Stadt ist sooo groß, sooo interessant (Weltkurerbe), dass wir uns das unbedingt noch einmal ansehen wollten.
Nach der Übernachtung am Stadtrand gaben wir das Vorhaben auf, es war so schwül, dass selbst für uns Geplagten aus der Kölner Bucht, es zu viel war.
Die Kupplung von unserem Womo war wieder am Zicken. Die Kundendienstwerkstatt in Marrakesch wollten sich erst zwei Tage später das Womo anschauen und dann entscheiden, ob sie uns weiterhelfen wollten. So lange wollten wir auf die ungewisse Entscheidung nicht warten und beschlossen, auf direktem Weg nach Deutschland zu fahren.
Aus verschiedenen Internetforen wußten wir, dass das Problem mit dem schnellen Verschleiß der Kupplung allgemein bekannt war und manche der Leidensgenossen haben sich erfolgreich eine andere Art von Kupplungsscheibe einbauen lassen.

Dies haben wir dann auch nach der zügigen, aber kupplungsschonenden Durchquerung von halb Europa erledigen lassen.

Bei unserer Internetsuche nach einer Werkstatt stellten wir dann fest, dass für die gleiche Arbeit der Preisunterschied gleich ein paar hundert Prozent betrug! (Betrug oder freie Marktwirtschaft?)
Das gesparte Geld mußten wir dann später für ein defektes Radlager, einer undichten Bremstrommel und einem kaputten Reifen (1 Jahr alt) drauflegen.

Zum großen Ende meldete sich das getauschte Radlager erneut, diesmal mit viel lauteren Geräuschen wie vor dem Tausch.
Am Tag des Austauschtermins in der Werkstatt war zu allem Übel das neue Lager auf dem Postweg verloren gegangen, mußten eh‘ schon recht lange auf die Lieferung warten.
Unerwartet kulant zeigte sich die Werkstatt. Sie führte die Arbeit aus, ohne uns erneut eine Rechnung auszustellen!

Wir planten im Endeffekt unseren „Sommerurlaub“ in Deutschland um die Werkstattaufenthalte herum.

Moralisch, kulinarisch und logisch wurden wir von den Deren, den Westerwäldern und natürlich auch in Solingen umsorgt, gepflegt und gehegt!

                                                     Danke ihr Lieben ! ! !

Wir verbrachten mit unseren Töchtern und der Enkelin eine schöne Woche auf einen Erlebnis-Campingplatz in Holland, mit riesigem Schwimmbad und Animationen.

Mit Freunden erkundeten wir bei großer Hitze die kühle Ahr, jagten erfolgreich Pilze und verzehrten diese auch wieder unbeschadet.  Dank des kühlen Ahrweines?

Diese hatten uns zu einer Tauffeier eingeladen, die wir kurz entschlossen und gerne annahmen.

Von dort starteten wir unsere Tour zur Überwinterung nach Griechenland.
Bei schönem Wetter durchquerten wir Deutschland, schauten uns in Österreich um. In Ungarn war es mit dem guten Wetter dann vorbei, so dass wir den Plan aufgaben, Donaunah durch den Balkan zu fahren.
Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Albanien flogen nur so an uns vorbei. Meist war es kühl und/oder regenerisch, aber ein paar schöne Orte haben wir uns für spätere Besuche gemerkt.

Albanien kam uns von allen Ländern auf der Balkanroute am westlichsten vor, den etwas aggressiven Fahrstil mal ausgenommen.

Kaum in Griechenland angekommen, besserte sich das Wetter zusehends. Dafür gab es dann aber nicht mehr so viele Geschäfte wie in Albanien.

Im Frühjahr, irgendwo in Marokko, von uns vergessen und nicht beachtet,
hätten wir unser fünfjähriges Leben im Reisemobil feiern sollen!

Wir werden oft gefragt, wie geht das?
Ohne eine feste Adressee, wo man sich zurückziehen kann, dann auch noch in einem so kleinen Reisemobil!
Wir haben einige Langzeitreisende getroffen, denen die Wohnung oder das eigene Haus ein Klotz am Bein war.
Die gesparten Mieten, die nicht aufzuwendenden Kosten für das Eigenheim, die legen wir in Gedanken auf die hohe Kante, davon können wir uns später wieder irgendwo neu einrichten.

Einige „unserer“ Langzeitreisenden sind mit einem großen Womo unterwegs, auch mit Allrad-LKW. Der große Innenraum macht schon was her, aber er engt auch oft ein.
Wir haben es oft erlebt und auch erzählt bekommen, ihr mit dem kleinen Womo könnt da durch, wir leider nicht.
Die Palmen in der langgezogenen Palmemosen stehen zu dicht, die Gassen in der Medina/der Altstadt sind zu eng oder die ausgefahrene Spur auf der Piste ist zu schmal für unser breites Womo!

Wir sind nach 5 Jahren Dauerwohnen mit dem Kompromiss unserer Womogröße immer noch zu sehr zufrieden und der Anhänger stört uns nicht, selbst im Weichsandfeld sind wir nicht stecken geblieben.

Mal schauen, wohin es uns nächstes Jahr führt.
Ihr wisst ja, „unser Plan ist es ja, keinen Plan zu haben“!
(Freunde behaupten, das wäre doch auch ein Plan!?)

Wir wünschen euch ein frohes neues Jahr!

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Kategorien: 2017-12 Dezember, Allgemein | Schlagwörter: , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

30.12.2017, Samstag – Globetrottel’s Blog – nach Neohori

Wetter: bewölkt

Programm des Tages: Weiterfahrt

Recht hell begrüßt uns der Morgen.
Ein nur wenige Sekunden anhaltener
Regenschauer aus dem sonnigen Himmel
ist dann der einzigste Niederschlag
am heutigen Tage.

Wir hatten schon gestern vor der Ankunft
am Strandparkplatz beschlossen,
hier nur eine Nacht zu verbringen.
Nein, schlecht war der Platz nicht,
nur die Brandung war laut.
Aber die Autos, die auf der Piste
längst des „Parkstreifens“ vorbeifuhren
störten uns dann doch ein wenig.

Längst des Meeres gibt es
nach unsere Information
auf den nächsten 12 Kilometern
so an die acht bis zehn weitere
geduldete Stellmöglichkeiten.
Da wollen wir einfach herausfinden,
ob sich für uns ein noch
besseres Plätzchen findet.

Nach dem Mittag starten wir
und schon nach kurzer Zeit
sichten wir die nächsten beiden Plätze.
Der eine ist ein großer Wendehammer,
der andere zu schmuddelig.
Ein Strandzuweg ist zugeparkt,
einen sehen wir zu spät (enge Einfahrt).
Aber dann werden wir fündig.
Dreißig Meter vom Strand
und wir können unsere Womoflanke
wieder nach Südwesten ausrichten.
(Damit es schön warm wird im Womo!)

image

Stellplatz am Sandstrand

Am Abend gibt es sogar
einen minimalen Sonnenuntergang.
Später in der Nacht klart es richtig auf,
das Toben des Mittelmeers wird leiser,
der fast volle Mond reflektiert
sein Licht auf den Wellen
und gegenüber auf der anderen Seite der Bucht
funkeln viele Lichter eines kleinen Hafendorfes.

image

kl. Sonnenuntergang

Werden wir dort morgen Nacht
zu Mitternacht ein Feuerwerk sehen?
 
Ich hin hier: N 37° 26.164′ E 021° 39.117′
Ü-Platz: Neohori, Strandparkplatz

Kategorien: 2017-12 Dezember | Schlagwörter: , , | 2 Kommentare

29.12.2017, Freitag – Globetrottel’s Blog – nach Zaharo

Wetter: regnerisches Winterwetter

Programm des Tages: uns für die nächsten Spiele registrieren lassen

Gestern Abend ist es noch
kuschelig warm geworden im Womo.
Auf dem windgeschützten Stellplatz
kühlte das auch nicht
so schnell aus wie am Strand.
Nur Regen gab es in der Nacht noch reichlich
und unsere Hoffnung schwand gewaltig.

Beim Frühstückvorbereiten sieht es
auch kurz etwas heller am Himmel aus,
aber schon beim Kaffeetrinken
wird es wieder düsterer.

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Aussicht beim Frühstück

Nach etwas Zaudern starten wir in
regenfester Kleidug unseren Spaziergang
und erst nach dem Kassenhäuschen
fängt es dezent an zu tröpfeln.

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Nach ca. einer Stunde dann doch
unerwartet ein Wolkenbruch,
innerhalb weniger Minuten
sind alle Wege unter Wasser,
wie in Venedig,
nur das dort in den Kanälen
die Gondeln schippern
und die Fußwege bei Hochwasser
mit Holzbolen ausgelegt werden.

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Kein Wasserweg, nein Fußweg 😆

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Kein Wasserfall, Treppenstufe 😉

Nach ein paar Minuten
ist der Regen dann vorüber,
die Wege bleiben unter Wasser,
wohin sollte es nach dem
tagelangen Regen fließen,
der Boden ist ja vollkommen gesättigt.

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Wo sind die Gummistiefel? 😆

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Wir haben auch genug Steine gesehen
und stellen erst einmal
im Womo die Heizung an,
um uns anständig aufzuwärmen.
Das Thermoter zeigt rasch
über 20°C an, als auch mal wieder
(kurz) die Sonne wie zum Hohn rauskommt.

Nach dem Mittag geht es dann
gleich weiter zum Museum,
der Eintritt ist schon mit dem Eintritt
für das Freigelände bezahlt worden.
Hier können wir uns in Ruhe umsehen,
zum Glück gibt es zu der
kyrillischen Ausschilderung auch
eine englische und deutsche.

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Auf dem Rückweg zum Womo
beschließen wir, erst am neuen Stellplatz
unsere Kaffeepause abzuhalten.
Was dann auch eine gute Entscheidung ist,
wie wir  dann kurz darauf feststellen.
Kaum dass wir den Motor gestartet haben,
fängt es wieder ausgiebig an zu regnen.

Die Felder links und rechts des Weges
stehen heute deutlich mehr
unter Wasser wie Gestern.
Auch im Fluß zeigen große Wasserstrudel,
dass da eine gewaltige Menge von Wasser
unterwegs zum nahen Meer ist.

image

Am Strand eingeparkt

Kaum dass wir uns
am Strand abgestellt haben,
verschwinden die Berge von Olympia
in dichten Regenwolken.
Das sieht den ganzen Nachmittag
gar nicht gemütlich aus.

image

Ein Lichtblick am Abend ⁉

Ich bin hier: N 37° 28.156′ E 021° 37.777′
Ü-Platz: Strandparkplatz bei Zaharo

Kategorien: 2017-12 Dezember | Schlagwörter: , , , | Hinterlasse einen Kommentar

28.12.2017, Donnerstag – Globetrottel’s Blog – nach Olympia

Wetter: stürmische Nacht

Programm des Tages: Weiterfahrt

In der Nacht kam ein
kontinuierlicher Wind auf,
der pfiff lauthals durch die
auf Dauerlüftung gestellten Fenster.
die Böen schaukelten uns
nicht in den Schlaf.
Das ärgste war aber,
dass unser Rauchmelder
in der Nacht verkündete,
dass seine Batterie
ersetzt werden wollte.

Am Morgen haben wir uns
an den gleichmäßigen Wind gewöhnt,
aber unsere Programm steht schon fest,
         Weiterfahrt.

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image

Nach einigen Kilometer kommen
wir unter Regenwolken.
Den Supermarkteingang erreichen
wir gerade so halbwegs im trockenen.

Im Inneren wieder nur alle
Angebote in kyrillischer Schrift,
die Weihnacchtsmusik
plärrt im englisch,
wir tasten uns durch und
haben an den Kassen doch
mehr eingekauft wie geplant.

Vom Markt geht es schnurstraks
wieder bregauf und wir geraten
in eine Schlechtwetterfront.
Schon unten bei der Abfahrt
hören wir in der Ferne
das Gewittergrollen und genau
auf die fahren wir zu.

Auf der kurvigen, bergigen Strecke
ist ein Anhalten nicht möglich,
im zweiten Gang ohne Gas
rollen wir weiter.
Das Wasser kommt wie in der
Waschstraße herunter geschossen,
bergab kommt noch das Wasser
vom Womodach hinzu!
Die unbefestigten Wege links und rechts
sind mittlerweile zu Bächen angeschwollen.
Erdiges, lehmiges Wasser
schießt auf die Straße.
Hier kommt das Wasser auch schon
aus den überfüllten Gullys
in Fontänen wieder hochgeschossen.

Drei Kilometer weiter ist uns
eine Wasserquelle benannt.
Kaum dass wir den Motor abstellen,
stellt sich der Regen ein
und wir können trockenen Fußes
die arg geschrumpften Vorräte auffüllen.
„Trockenen Fußes stimmt aber so nicht,
auch hier gibt es tiefe Wasserpfützen“.

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In Olympia erwartet uns
heute ein Parkchaos.
Links und rechts der Hauptstraße
stehen Halteverbotschilder,
links und rechts stehen
auch die Pkws.
Hier wäre kein Bus oder LKW
durchgekommen.

„Unser“ Parkplatz ist gut besetzt,
wir fahren fünfzig Meter weiter
bis zum Nächsten.

Den Nachmittag verbringen wir
mal wieder im Womo.
Immer wieder geht
ein Regenschauer nieder.
Das Termometer zeigt hier
ein paar Grad weniger an
wie unten am Meer
und so beschließen wir,
damit es schön warm
im Womo bleibt,
eine Pizza zu backen.

Auf dem gestrigen Bild
und auf denen von heute Morge
ist das Boot zu sehen,
welches schon den Sonnenuntergang
vom 23. zierte.
So schnell ändert sich auch
in Griechenland das Wetter!

Ich bin hier: N 37° 38.661′ E 021° 37.620′
Ü-Platz: Olympia, Parkplatz

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27.12.2017, Mittwoch – Globetrottel’s Blog – am Kato Samiko Beach

Wetter: tiefhängende Wolken

Programm des Tages: tja …

Kurz nach Mitternacht
tröpfelte es etwas.
Der abendlichen Rundgang
um das Womo ergab:
keinen Sternenhimmel und
der zunehmende Mond
war auch nicht sichtbar.

Heute Morgen regnet es leicht
eine halbe Stunde lang,
unser Frühstück verläuft
bei dem trüben Wetter (zu) lange.

Unser Programm des Tages:
wieder die paar Kilometer bergauf.
Zurück nach Olympia zu fahren
erscheint uns nicht so verlockend.
Mit unseren Überlegungen
kommen wir nicht so recht voran,
schieben die Entscheidung
auf heute Abend.
Einkaufen brauchen wir noch nicht,
von den Vorräten haben wir
nicht allzuviele verbraucht.

Ihr habt ja von unserem
bescheidenen Weihnachtsmahl gelesen.
Ihr habt euch doch hoffentlich nicht
zuviel auf die Rippen angegessen?

image

Ich bin hier: N 37° 31.926′ W 021° 34.546′
Ü-Platz: Kato Samiko Beach

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